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BEFUND-BEISPIELE (Seite 3 von 3)
Sodium-dodecyl-sulfat-polyacrylamid Gel
Elektrophorese |
Autoradiogramm |
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Die Abbildungen demonstrieren, wie bakterielle Toxine von GCF Proben
die Test-Enzyme, insbesondere Pa und PGK hemmen. Proben von unterschiedlichen
Zähnen jedoch vom gleichen Patient zeigten grosse Unterschiede im toxischen
Profil. Auffällig ist vor allem die 90 prozentige (!) Hemmung der Test-Enzyme
durch die Toxine eines endodontisch behandelten Zahnes in Bahn 2 im Vergleich zu
der Kontrolle in Bahn 3, erkennbar durch die Abblassung der Banden.
Die gleiche Probe (Bahn 2) wies auch hohe Konzentrationen von
bakteriellen Proteasen auf, die die Creatin-Kinase (CK) zersetzten (blaue
Pfeile).
Die dichten Banden in einigen der GCF Proben (grüne Pfeile in Bahnen 7, 11 &
14, beide Abb.) stellen die humane alkalische Phosphatase als Entzündungsprodukt
dar (H-AP). Die alkalische Phosphatase resorbiert ebenfalls radioaktives ATP, weshalb auch diese in der Autoradiographie intensive "leuchten". Das deutlich zu erkennende Protein in Bahn 16 vom Autoradiogramm
(weisser Pfeil), welches sich in der reinen Elektrophorese dem Nachweis entzog
(rosa Pfeil), ist die aus den bakteriell besiedelten Dentinkanälen
heraussickernde bakterielle alkalische Phosphatase (B-AP). Die Höhe der
Konzentrationen beider dieser Phosphatasen korreliert signifikant mit der
Intensität einer paradontalen Erkrankung.
Humanes Serumalbumin (Alb, rote Pfeile) wird auch unterschiedlich
nachgewiesen. Dieses Serumeiweiss wird normalerweise nur im zirkulierenden Blut
gefunden. Erhöhte Werte deuten deshalb auf eine gesteigerte Permeabilität der
gingivalen Schleimhaut hin, möglicherweise als Folge von entzündlichen
Reaktionen.
Die Identifizierung und Lokalisierung von Herden
Mit dieser Analyse lassen sich dramatische Unterschiede der bakteriellen
toxischen Metaboliten und Proteinen in den Proben nachweisen. Diese Selektivität
erlaubt eine zuverlässige Identifizierung und Lokalisierung von Herden. Als
Beispiel seien die Bahnen 12 - 17 aufgeführt. Sechs GCF Proben
wurden vom gleichen Patienten analysiert: eine Kontrolle (17), zwei
wurzelbehandelte Zähne (13, 14) und drei avitale Zähne (12, 15, 16). Die
Resultate zeigen klar, dass der Herd vor allem im wurzelbehandelten Zahn Bahn 14
zu suchen ist. Die radioaktive Markierung aller Enzyme wurde zu 90% unterdrückt,
während alle anderen kaum beeinflusst wurden. Nur in einer der Proben (Bahn 16,
weisser Pfeil im Autoradiogramm) wurde noch bakterielle alkalische Phosphatase
als Hinweis auf eine Entzündung gefunden.
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