Root Cause

 Ein Gastkommentar zum Dokumentationsfilm „Root Cause“

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„Root Cause“ – Die neue Netflix-Dokumentation über Wurzelkanalzähne und die systemische Beziehung

Während es eine Sache ist, über die Wissenschaft zu sprechen, die zeigt, wie Wurzelkanalzähne zu Infektionsherden werden können, die die allgemeine Gesundheit schädigen können, ist es eine andere Sache, den Weg von der Gesundheit zur Krankheit und zurück zu verstehen. Die Geschichte eines Mannes ist Gegenstand einer neuen Dokumentation: Root Cause. Der Film beginnt mit der Geschichte des australischen Filmemachers Frazer Bailey. Als junger Mann, der gerade die High School abgeschlossen hatte, bekam er einen Schlag in den Mund, der einige seiner Zähne beschädigte. Einer der Frontzähne konnte nur durch Wurzelkanalbehandlung „gerettet“ werden. Für eine Weile war alles gut – bis Bailey Panikattacken erlitt und ein chronisches Erschöpfungssyndrom entwickelte. Von da an verschlechterte sich sein Gesundheitszustand stetig.

Seine Suche nach Antworten führte ihn auf eine ausgedehnte Gesundheitsreise. Er probierte praktisch alles aus, von der Schulmedizin über verschiedene Diäten, Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu einer erstaunlichen Reihe alternativer medizinischer Behandlungen. Er hat sogar versucht, geistige Heilungen durchzuführen. Schließlich erfährt er, dass sein Wurzelkanalzahn der Auslöser für seine Krankheiten war. Der Film zeigt dann seine Rückkehr zu Gesundheit und Vitalität, indem er schließlich die „Hauptursache“ anspricht.

Die Geschichte von Bailey ist unterbrochen von Interviews mit führenden Experten über den Zusammenhang zwischen Zahninfektionen und degenerativen Erkrankungen. Diese beschreiben dass Wurzelkanalzähne als toter Zahn anzusehen sind,  aber eben mechanisch erhalten.
Sie betonen, dass dies bei keinem anderen Organen des Körpers möglich ist:. Wenn ein anderes Organ so infiziert ist, wird es entfernt. Natürlich diskutieren sie auch, warum Zahnwurzeln aufgrund ihrer Struktur so anfällig für schädliche Bakterien sind, selbst nach der üblichen „Desinfektion“, die bei der Wurzelbehandlung durchgeführt wird. Und da das Verfahren die innere Kammer des Zahns vollständig abdichtet, kann Ihr Immunsystem die anhaltende Infektion nicht angehen. Da die Nerven des Zahns entfernt wurden, weiß der Betroffene nicht, dass er infiziert ist.

Der Film zitiert Anerkanntes und Umstrittenes wie: Unsere Zähne sind leider sind auch über das Meridiansystem energetisch mit unseren Körpern verbunden. Gleichzeitig können Toxine im Zahn durch die noch im Kiefer befindlichen Wurzelenden in den allgemeinen Kreislauf gelangen. Wurzelkanalzähne –  so die Experten des Films mit Literaturzitaten – wurden mit Krebs, Herzkrankheiten, Autoimmunerkrankungen, chronischer Müdigkeit und anderen chronischen Gesundheitsstörungen in Verbindung gebracht. Sie erzählen Geschichten über ihre eigenen Patienten, z. B. eine Studentin, die nach einer Wurzelbehandlung eine Nieren- und Blasenentzündung bekam, und eine Frau, deren schwere, chronische Rückenschmerzen nach dem Entfernen ihres wurzelkanalzahngefüllten Zahnes verschwanden. Geschichten, die zeigen wo und wie man helfen kann und die dazu anregen, den wissenschaftlichen Hintergrund dieser Fälle zu evaluieren. Warum gleich dieser Schaum vor dem Mund der emsigen Kritiker?
Mit einer reichhaltigen Kombination aus Erzählungen und einer Fülle von Expertenaussagen weckt Root Cause das Interesse der Zuschauer, während der Film eine erstaunliche Menge an Informationen in nur etwas mehr als einer Stunde zur Verfügung stellt. „Neues Wissen“, sagt der Sprecher, „wird nie sofort angenommen. Vielmehr stirbt altes Wissen aus, und das Neue tritt an seine Stelle.“ Root Cause setzt dieses neue Wissen um, in der Hoffnung, dass eines Tages „das Wurzelkanalverfahren zu etwas der Vergangenheit gehört“.


Schlussfolgerung:

Gut gemacht, aber auch mit schlechter Wirkung, denn durch diesen Film wird wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgegossen. Mit der schlechten Aussage („Brustkrebs gleiche Seite wie toter Zahn……“ etc.) geht auch die positive Seite einer kritischeren Einstellung zur weit verbreiteten Endodontie verloren.

Komisch nur, dass solche falsch verallgemeinernden Aussagen bei den Zahnheilkundlern wilde Proteststürme und fachliche Diffamierungen auslösen, während der Herr Gesundheitsminister Spahn ungestraft die – ebenso falsch verallgemeinernde – Aussicht in die Welt setzen darf, dass es in 10 Jahren keinen Krebs mehr geben werde.

Ein gütlicher Vorschlag zur Rückkehr zur Sachlichkeit:

Man lese doch bitte auf der Website www.orotox.de die Literatur zur Endodontie durch. In der DEGUZ Monografie 02 – „Der endodontisch behandelte Zahn – Chronisch immunologische und chronisch –toxische Systemvernetzungen“ findet man weitere wissenschaftlich fundierte Einsichten zur fairen und unvoreingenommenen Meinungsbildung.

Netflix ist mittlerweile gesäubert von diesem Film, obwohl Art. 5 Absatz 3 Grundgesetz der BRD schließlich die Freiheit von Wissenschaft und Kunst schützt: „Eine Zensur findet nicht statt.“

 

Korrespondenzadresse unseres Gastkommentators:

Dr.Dr.(PhD-UCN) Johann Lechner

Zahnarztpraxis Dr. Lechner

Grünwalderstraße 10a

81547 München

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