Einführung

Der OroTox®-Test
Teil 1
Schwefeltoxin-Messung

Dieser Test ist ein praxisorientierter Schnell-Test um Schwefelverbindungen (thiolhaltige Verbindungen) Polyamine und Totalproteine im paradontalen Sulcusfluid (Sekretflüssigkeit in den Zahnfleischtaschen) semiquantitativ nachzuweisen. Die Probe aus dem Sulcusfluid wird in ein Reagenziengemisch gegeben, welches auf schwefelhaltige Verbindungen von Bakterien und Pilzen einen gelben Farbumschlag erzeugt. Je intensiver der Farbumschlag, desto höher die Konzentration der Verbindungen. Nachgewiesen werden H²S sowie andere Sulfhydrylverbindungen wie Methyl-Merkaptan (CH³SH), Dimethylsulfid (CH³SCH³) und Dimethyldisulfid (CH³SSch³). Diese werden ausschließlich von anaeroben Bakterien in der Mundhöhle produziert. Zudem reagieren thiolhaltige Verbindungen wie Gliotoxin.

Der OroTox®-Test
Teil 2
Eiweißtoxin-Messung

Die Eiweißtoxinmessung des OroTox®-Tests wurde entwickelt, um einen erhöhten Gehalt an Gesamtproteinen im Zahnsulkus zu erkennen. Eiweißtoxine sind menschliche Entzündungsproteine, wie Antikörper und Serum-Albumin. Es ist bekannt, dass sich durch eine bakterielle Infektion der Wert dieser Proteine im Zahnsulkus erhöhen kann. Je höher der Wert der Proteine in der Sulkus-Probe, umso mehr verfärbt sich die blaue OroTox®-Mischung in Richtung blau.

BITTE BEACHTEN SIE:
Der Eiweißtoxin-Test ist kein alleinstehender Test.
Er ist ein Zusatztest zur vorangegangenen Messung der Schwefeltoxine.

Interferenzen:
  • Blut kann bei den Schwefelbestimmungen falsch positive Ergebnisse erzeugen
  • Speichel wird die Probe verdünnen und die Werte senken
Vorbereitung des Patienten:
  • Mindestens 1 Stunde vor dem Test müssen die Zähne ohne Zahnpasta geputzt werden
  • Keine Mundspülungen mit Antiseptika oder Mundduschen
  • Nie eine Probe unmittelbar nach einer zahnärztlichen Behandlung entnehmen
Der OroTox®-Kontrolltest

Um die Aussagekraft zu erhöhen, kann eine Kontrolle an einem gesunden Zahn vorgenommen werden. Am besten eignen sich die vorderen Frontzähne, da sie am meisten einem aeroben Milieu ausgesetzt sind und die geringste Wahrscheinlichkeit aufweisen, durch pathogene, subgingivale Anaerobier kontaminiert zu sein. Der Kontroll -Zahn sollte klinisch unauffällig, vital und nicht wurzelgefüllt sein. Zudem sollte keine Amalgamfüllung oder Überkronung vorhanden sein und er sollte möglichst auch nicht neben einem verdächtigen Zahn liegen.

Allgemein gilt:

Je geringer die Testergebnisse, desto besser die Zahn- und Mundgesundheit. Die Resultate sind am zuverlässigsten ca. 2 Wochen nach einer dentalhygienischen Behandlung.

Haltbarkeitsgarantie:

Die Reagenzien sind verwendbar, solange sie klar, durchsichtig und geruchslos sind. Die Haltbarkeit beträgt ein Jahr.

Test-Material:
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Schwefeltoxin-Reagentien und Eiweißtoxin- bzw. Entzündungsprotein-Reagentien können unabhängig voneinander bestellt werden.

  • 200 ml Reagenzgemisch von Schwefeltoxinen → Gelber Verschluss
  • 200 ml Reagenzgemisch von Eiweißtoxin- und Entzündungsproteinen → Blauer Verschluss
  • Ableseküvette für jedes Reagenz
  • Papierspitzen
  • Farbskala zum Ablesen